Markus Prem „In der Bredouille – verdammt neue Gedichte“

 

Rezension – von Francisco Cienfuegos (Lyriker/Autor)
In den einführenden Versen dieses Bandes heißt es: „Straßen voll Tumult./Im gleißenden Großstadtlicht/birst der Neonmensch.“

Welch Eröffnung! Die Tür wird nicht einfach dezent geöffnet – nein, sie wird mit einem Schlag aufgerissen. „Komm mit mir - oder bleib, wo der Pfeffer wächst!“, scheint der Autor zu sagen.

„In der Bredouille – verdammt neue Gedichte“ ist ein ausgefeiltes, hochintelligentes und ausgezeichnet herausgearbeitetes Portrait des Lebens, beleuchtet aus mannigfaltigen Perspektiven. Die Sprache ist direkt, ohne Umschweife, schnörkellos. Spiegelt an manchen Stellen Szenen realen Alltags wider. Mich erinnert die Lyrik dieses Wiener Wortkünstlers teilweise an Gemälde des Expressionismus. Aber dieser Expressionismus geht weit über die rein beschreibende Ebene hinaus. Die Ästhetik der klaren Linien, technisch zweifellos meisterhaft gelungen, macht das Lesen zu einem wahren Genuss. Der Autor lässt jedoch genügend Freiraum, in dem der Leser eintauchen kann, um im stillen Dialog mit dem Dichter eigene Assoziationen in die Textstruktur einfließen zu lassen. Je mehr ich darin lese, je tiefer ich mich in dieses Gedankengeflecht hineinwage, umso begeisterter bin ich!

Die Poesie ist nicht tot. In der Sprache von Prem erlebt die Poesie eine Renaissance. Wuchtig und gleichzeitig subtil. Eine Radiographie von dem, was in uns selbst verloren ging. „In der Bredouille“ hilft uns aus der Bedrängnis, die unmittelbare, pulsierende und uns einhüllende Welt in die stumpfsinnige Absurdität tauber Alltagsroutine zu verbannen. Verschüttet geglaubte Wahrnehmungsmuster kommen so wieder zum Vorschein. Voller Intensität.



Weitere Informationen unter:
http://premarkus.at/

 

Please reload

Please reload

Aktuelle Einträge
Accessoires & Mehr

Bequem zu Hause schmökern, bestellen - 
ins Geschäft unverbindlich liefern lassen
oder als Paket zugeschickt bekommen! 
(Versandpauschale € 5*)