…und kaputt! Beziehungen und andere Katastrophen!

 

Einfach wegschmeißen?

Ja, so schnell kann's gehen: eine falsche Bewegung...
es wackelt, kippt und stürzt! Ein Jammer!!!

Mit einer ruckartigen Bewegung wollte ich sie noch auffangen. Zu spät, sie fiel zu Boden und ein paar Teile waren davongesplittert. Die Rede ist von einer wunderschönen Büste aus Kunstharz - jetzt ein löchriger Schädel und ein gebrochenes Standbein.
Ich war angefressen!

Die kaputten Trümmer sammelte ich auf, kamen in ein Sackerl und wurden weggepackt – zu schade um weg zu schmeißen aber dennoch: schnell aus den Augen und schnell aus dem Sinn!

Wenn da nicht immer diese Beziehungskrisen wären, dann würde das kaputte Teil auch noch in einer Schachtel mit der imaginären Aufschrift: „SORTIEREN“ liegen.
Kurz nach einem Streit im Hause Pomp&Gloria ist es nicht wirklich lustig! ...zwei Männer, die sich anschweigen – jeder selbstverständlich missverstanden und unsagbar gekränkt. Man stelle sich dieses Bild vor: der kleine Mann, also ich, wartet auf eine standesgemäße Entschuldigung, während der große sich denkt: „Alle deppert!“, und nicht einmal im Entferntesten daran denkt, sich zu entschuldigen.

 

Der Kampf beginnt und ich warte noch immer!
Die Zeit will einfach nicht vergehen, ich fühl mich dann immer sehr alleine und auch ein bisschen nutzlos.
Was tut man(n)? Herumkramen und halbherzig versuchen, sich abzulenken.

Die erste Sortierschachtel aufgemacht:

Bänder, Schleifen, Nähzeug, etc. gesichtet – schnell wieder den Deckel drauf!
Die nächste Schachtel aufgemacht: ein Sackerl entdeckt - et voilà, da war er, der kaputte Kopf.


Eine Metapher für meine momentane Situation
– alles "hinnig"!

Missmutig und demotiviert ist die Mission „Sortieren“, kläglich gescheitert! Weg von dem Kram.
Als Ablenkung und weil es der erste, richtig sonnige Tag war, gehe ich in den Garten. Mache es mir mit einem Gläschen Rotwein bequem und hoffe, dass der große Mann aus dem Fenster schaut. 

Nix passiert.

Je länger ich liege, umso giftiger werde ich auf mich. ...und dann, dann reicht’s! Nach einer angenehmen Beschäftigung suchend, kommt mir eine Idee!

 

Ich hole den Kopf, eine alte, Zuckerdose ohne Deckel, werfe einen bösen Blick in Richtung großer Mann und verschwinde wieder im Garten.

 



Ich suche kurzerhand noch ein Steckerl, etwas Blumenerde und mach' mich auf zu meinen Sukkulenten.

 

Erde kommt in die Zuckerdose, der Stecken wird fixiert, über den Stecken gestülpt wird dann noch die kaputte Büste, das Ganze wird zu guter Letzt noch mit Erde angefüllt und fertig.


Sieht ja schon vielversprechend, aber noch ziemlich unfertig aus!

 

 

Damit das Ganze ein Gesicht bekommt, werden jetzt die Hauswurzen gesetzt. Je nach Wunsch und Belieben...einfach der Kreativität freien Lauf lassen.

 

Provokativ und unübersehbar platziere ich das neue Hauswurzenmädl im Wintergarten und entschwinde wieder.
…was sehe ich, als ich nach einer abschließenden Runde im Garten ins Haus zurückkehre: das neue, grenzgeniale Teil wird bereits vom großen Mann fotografiert.

Anerkennung – so gefällt uns das!


...was lernt der kleine Mann daraus???
Es macht Sinn, über Risse und Kanten hinwegzusehen – denn formst Du aktiv Dein Leben kann manches, was kaputt wirkt, eine größere Bereicherung sein als gedacht!

 

......so kluge Worte........

 

Ja und was die Beziehungskrise angeht:
wenn etwas nach 16 Jahren keine Risse und Kanten hätte, würde ich mich sorgen, ob ich wirklich eine ernsthafte auf tiefen Emotionen basierende Beziehung führe. Mein absoluter Ratschlag bei Beziehungskrisen (auch an mich selbst): zuerst schauen, ob man die kostbare und unwiederbringliche, gemeinsame Zeit wirklich mit gekränkt sein verbringen will!

Bussi Schatz - ich hab Dich lieb!

 

 

 

 

 

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